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Hundertwasser Broschürenkalender Art 2017: Der Besondere
Hundertwasser Bro­schü­ren­kalender Art 2017
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Großer Hundertwasser Architektur Kalender 2017: Das Original
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Hundertwasser Architektur: Für ein natur- und menschengerechtes Bauen: Fur Ein Natur - Und Menschengerechteres Bauen
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50 historische Wirtshäuser in Niederbayern (Bayerische Geschichte)
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Am Fluss entlang: 14 Erlebnistouren zwischen Main und Inn
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Rund um Regensburg: Bayerischer Jura – Vorderer Bayerischer Wald. 52 Touren. Mit GPS-Tracks
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Vis-à-Vis Deutschland
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Blues über der Burg: Ein Bayern-Krimi
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REISEZIELE: LANDSCHAFTEN, ORTE, SEHENSWÜRDIGKEITEN, EVENTS

Abensberg



Abensberg ist eine Kleinstadt mit etwa 13.000 Einwohnern im Landkreis Kelheim (Nie­der­bayern). Zwar hat die Stadt eine schöne historische Altstadt, aber dass sie jährlich von Hun­derttausenden Touristen aus aller Welt besucht wird, verdankt sie vor allem dem Kuchl­bau­er­turm von Friedensreich Hundertwasser und dem Kunsthaus von Peter Pelikan.

Die früheste schriftliche Erwähnung von Abensberg (unter dem Na­men Habensperch) ist aus der Zeit um 1138. Mitte des 12. Jahrhunderts ließ Gebhard I. die Burg Abensberg er­rich­ten und benannte sich als Erster nach dem Ort. Am 12. Juni 1348 bestätigten Herzog Ludwig, Mark­graf von Brandenburg und sein Bruder Herzog Stephan von Bayern die Stadtrechte von Abens­berg. Von diesem Zeitpunkt an konnten die Abensberger die niedere Gerichtsbarkeit ausüben, hatten das Recht, sich mit einer Mauer zu umgeben, und durften Märkte abhalten. Deshalb ließ Ulrich III. von Abensberg eine Stadtmauer errichten, die angeblich 32 Rundtürme und acht Ecktürme hatte, die heute noch zum Teil erhalten sind oder wiederhergestellt wurden.
Abensberger Wahrzeichen: der Maderturm
Die Bürger der Stadt genossen gegenüber ihrem Burgherrn eine gewisse Autonomie: Sie konn­ten einen Stadtrat bestimmen, der die Stadt regierte und etwa über den Zuzug von neuen Be­woh­nern entschied. Abensberg wurde damit zum herrschaftlichen, rechtlichen, ökonomischen und kulturellen Zentrum in der Herrschaft Abensberg und darüber hinaus.
Beim Landesteilungsstreit zwischen Albrecht IV. von Bayern-München und seinem jüngeren Bruder Christoph ergriff Niclas, der letzte Herr von Abensberg Partei für den Ersteren. Bei dieser Auseinandersetzung geriet Niclas in einen Hinterhalt und wurde gefangen genommen. In der Gefangenschaft wurde er von einem Knappen erstochen. So fiel die Herrschaft Abensberg an Bayern. Von da an residierte ein herzoglicher Verwalter, der Pfleger, auf der Stammburg der Abensberger.
Gasthaus "Zum Kuchlbauer" am Stadtplatz
Im Dreißigjährigen Krieg wurden, obwohl die Abensberger beim schwedischen General Wrangel einen Schutzbrief erkauft hatten, große Teile der Burganlage zerstört. Die Stadtmauer wur­de zwischen 1820 und 1870 teilweise abgebrochen. Heute sind neben dem Wahr­zeichen der Stadt, dem Maderturm, auch das Regensburger Tor, das Zollhäusl, die Pfarrkirche, die Klos­ter­kirche sowie der Stadtplatz mit seinem schönen Rathaus sehenswert.
Das Rathaus am Stadtplatz
Über Jahrhunderte hinweg unterlag Abensberg einem stetigen Wandel. Nicht nur unruhige Zei­ten, Notzeiten und der Zuzug vieler Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg prägten die Stadt, auch Handel und Markt, das Zeitungswesen, viele Schulen und ein ausgeprägtes Vereinswesen machten Abensberg zu dem, was es heute ist.
Jugendstilhaus in der Altstadt
Der Maderturm ist der einzig noch existierende Turm der ehemaligen Abensberger Wehran­la­ge, die ursprünglich aus 32 Rund- und 8 Ecktürmen bestand. Der Sage nach ließ der Abens­ber­ger Graf Babo eine abtrünnige Tochter im Turm einmauern. Die heutige Bezeichnung geht auf die damalige Bezeichnung Marterturm zurück.

Der Maderturm am Abend

Seit einigen Jahren boomt der Abensberg-Tourismus aufgrund zweier neuer Sehens­wür­dig­kei­ten. Es handelt sich um den Hundertwasserturm (auch Kuchlbauer-Turm genannt, weil er sich auf dem Areal der Weiß­bier­brauerei Kuchlbauer befindet) und das Kunsthaus Abensberg.
Der 34,19 Meter hohe Hundertwasserturm wurde ursprünglich erdacht und geplant vom be­kann­ten österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser, der aber im Jahr 2000 noch während der Planungsphase starb. Errichtet wurde der Bau nach dem Tod Hundertwassers von dem Ar­chi­tekten Peter Pelikan, allerdings mit erheblichen Änderungen gegenüber Hun­dert­was­sers ur­sprünglichem Entwurf. Unter der Regie von Leonhard Salleck, dem Inhaber der Brauerei, auf deren Gelände der Turm errichtet wurde, wurde der Turm vollendet.
Der Kuchlbauer-Turm

Friedensreich Hundertwasser (1928 - 2000) [] war ein österreichischer Künstler, der vor­rangig als Maler, aber auch in den Bereichen Architektur und Umweltschutz tätig war. Er trat zeit­lebens als Gegner der "geraden Linie“ und jeglicher Standardisierung auf, was insbesondere bei seinen Arbeiten im Bereich der Baugestaltung bedeutsam ist, die sich durch fantasievolle Lebendigkeit und Individualität auszeichnen.
Peter Pelikan (* 29. Oktober 1941 in St. Pölten) ist ein österreichischer Architekt, der haupt­sächlich durch seine Zusammenarbeit mit Künstlern hervorgetreten ist. Seit 1980 widmete sich Pe­likan der architektonischen Realisierung und Mitarbeit an Architekturprojekten von Frie­dens­reich Hundertwasser, aber auch anderen unorthodoxen Bauvorhaben. Eines der bedeu­tend­sten Projekte, an dessen Planung Pelikan beteiligt war, ist das Hundertwasserhaus in Wien.
Zu den mit Hundertwasser realisierten Projekten zählen unter anderem das Kunsthaus Wien (1989–91), das Thermendorf Rogner Bad Blumau (1990–97), die Umgestaltung des Auto­bahn­rasthauses Bad Fischau (1989–90) und in Deutschland das Hundertwasserhaus in Bad Soden am Taunus (ab 1990), die Kindertagesstätte Heddernheim-Nord (bei Frankfurt am Main) sowie die Grüne Zitadelle von Magdeburg und eben den Kuchlbauer-Turm in Abensberg. Pelikans Zu­sam­menarbeit mit Hundertwasser bescherte ihm den Spitznamen Fünfzigwasser.
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Der Kuchlbauerturm ist bunt und mit vielen Fenstern, Balkonen und Erkern gestaltet. Oben auf der Spitze des Turms befindet sich eine große vergoldete Kuppel. Wie bei allen Bauwerken Hun­dertwassers ist alles rund oder geschwungen und man findet kaum gerade Linien. Der Kuchl­bauerturm [] ist seit 2010 für Besucher geöffnet.
Das Kunsthaus Abensberg wurde Mitte 2014 nach den Plänen von Peter Pelikan fertiggestellt.
Das Äußere des Gebäudes ist ganz im Stil Hundertwassers, mit einer farbenfrohen Fassade, geschwungenen Linien und asymmetrischen Formen. Ganz ungewöhnlich ist der schiefe Turm, der aus dem Gebäude herausragt. Die Turmspitze zeigt in Richtung Stadtmitte.
Das Kunsthaus von Peter Pelikan

Abensberg ist auch bekannt für den Gillamoos, dem Fest der Hallertau. Es handelt sich um einen der ältesten Jahrmärkte in Ba­yern. Der Gillamoosmarkt mit der zugehörigen Ägidius-Wallfahrt wurde erstmals im Jahr 1313 urkundlich erwähnt. Das Fest findet jedes Jahr um den ersten Sonntag im September statt.
Ein weiteres Highlight der Stadt ist der Abensberger Weihnachtsmarkt, der jährlich Zig­tau­sende Besucher anlockt. Der Weihnachtsmarkt ist auf zwei Plätze verteilt, der eine im Bier­gar­ten am Kuchlbauerturm, der zweite vor dem Kunsthaus. Das Besondere an der Kuchlbauers Turm­weihnacht ist wohl die Weihnachtsbeleuchtung, bestehend aus 250.000 LEDs.