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             FILMEMPFEHLUNGEN (REISE / GEOGRAFIE / FREMDE LÄNDER / WELTKULTUREN / GESCHICHTE)
 
   
Che Guevara
 
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Die Reise des jungen Che
"Die Reise des jungen Che" (Originaltitel: Diarios de motocicleta) ist ein Spielfilm des brasilianischen Regisseurs Walter Salles. Der mehrfach preisgekrönte Road Movie basiert auf den Aufzeichnungen einer Südamerika-Reise der jungen Che Guevara und Alberto Granado.
Der 23-jährige Ernesto Guevara ist Medizin-Student in Buenos Aires und geht 1952, als er nur noch ein Semester vor seinem Abschluss vor sich hätte, gemeinsam mit seinem 29 Jahre alten Freund Alberto Granado auf eine Reise kreuz und quer durch den südamerikanischen Kontinent. Sie machen die neunmonatige Reise zunächst mit einem alten Motorrad, dann, als dieses kaputt geht, zu Fuß, per Schiff und per Anhalter. Im Laufe der Reise lernen die Beiden Lateinamerika kennen mit allen seinen Gegensätzen, der Armut, dem Reichtum, der Unterdrückung und der Ungerechtigkeit. Aber auch die Traditionen und die Lebensfreude der Menschen machen Ernesto und Alberto sehr nachdenklich.
The mission
 
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The Mission
Mit den "Jesuitenreduktionen der Guaraní" – die Guaraní-Indianer waren eines der ersten Völker Südamerikas, die von den Europäern kontaktiert wurden –, die seit dem Jahre 1610 errichtet wurden, schufen die Jesuiten-Patres gewissermaßen die ersten "India­ner­reservationen" Amerikas. Der fran­zö­sische Philosoph der Aufklärung Montesquieu beurteilte die Reduktionen positiv als eine "Verbindung der Religion mit der Idee der Menschlichkeit". Diese ge­schützten Siedlungen durften nur von den Guaranì, den Jesuiten und von geladenen Gäste be­tre­ten werden.
Den Jesuiten gelang es eine Zeit lang, die Reduktionen mit der Hilfe von ehe­maligen Militärs vor den Angriffen portugiesischer Sklavenjäger aus Sao Paulo zu schützen. Die Konflikte mit den Kolo­nial­be­hörden und Groß­grund­be­sitzern, nicht zuletzt auch die zunehmend ablehnende Haltung der abso­lu­tis­tischen Regierungen Por­tu­gals, Frankreichs und Spaniens gegenüber dem Jesuitenorden, führten 1767 auf Geheiß des Königs Karl III. von Spanien zur Vertreibung der Jesuiten aus den spanischen Ge­bieten Süd­ame­rikas und somit zur Auf­lösung der Jesuitenreduktionen.
Der äußerst sehenswerte Film mit Robert de Niro und Jeremy Irons basiert auf diesen Ereignissen und wurde 1986 mit einem Oscar für die beste Kamera ausgezeichnet und war 1987 für den Oscar in der Kategorie Bester Film nominiert.
Fitzcarraldo
 
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Fitzcarraldo
Der Abenteurer und Opernliebhaber Brian Sweeney Fitzgerald (Klaus Kinski ) – von den spa­nisch­sprechenden Peruanern Fitzcarraldo genannt – träumt wie besessen davon, in Iquitos, im peru­ani­schen Dschungel, ein Opernhaus zu errichten. Sein Vorbild ist das Teatro Amazonas in Manaus (Bra­silien). Er träumt auch davon, für "sein" Opernhaus den berühmten Tenor Enrico Caruso zu enga­gieren. Um den Bau zu finanzieren, kauft er mit dem Geld seiner Geliebten Molly (Claudia Cardinale) einen alten Flussdampfer, mit dem er Kautschuk-Transport betreiben will. Weil der Fluss zwischen den Kautschuk-Wäldern und dem Amazonas jedoch wegen Stromschnellen unpas­sier­bar ist, kommt Fitzcarraldo auf die Idee, über den benachbarten Fluss eine Stelle anzusteuern, an der nur ein kleiner, bewaldeter Bergrücken die Flüsse voneinander trennt. Von dort aus will er das Schiff über den Berg ziehen, um es auf dem anderen Fluss oberhalb der Stromschnellen als Transportschiff zu be­nutzen. Dabei helfen ihm völlig überraschend brasilianische Ureinwohner ...
Der Film basiert auf einem historischen Ereignis. Fitzcarraldo war in der Realität ein wohlhabender Kautschuk-Baron, der sein Schiff allerdings nicht als Ganzes über den Berg transportieren ließ, son­dern in seine Einzelteile zerlegte. Der Film gibt auch einen guten Einblick in die Kultur der Asháninka-Indios dieses Gebiets.
Der Film, die vierte Zusammenarbeit des Regisseurs Werner Herzog und Klaus Kinski, ist längst ein moderner Klassiker und ist sicherlich der berühmteste Film Herzogs, wenn nicht sogar sein bester.
Apocalypto
 
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Apocalypto
Der Film Apocalypto, bei dem der US-amerikanische Regisseur Mel Gibson Regie führte, widerspiegelt dessen Obsession für Gewalt und Brutalität, wie es bereits in seinem Film "Die Passion Christi" – in Eu­ro­pa wurde dessen Ausmaß der Gewaltdarstellungen stark kritisiert – zu beobachten war. Konnte man aber bei letzterem Film der Meinung sein, dass die Gewaltdarstellung fast nur zum Selbstzweck ge­wor­den war und mit ihrer kontinuierlichen Wiederholung einen stinklangweiligen Historienschinken aus dem Film gemacht hatten, so gelingt es Gibson in Apocalypto, der um 1500 im Reich der Maya, kurz vor der spanischen Kolonisierung Mittelamerikas spielt, mit dem Zeigen von körperlicher Gewalt (Pfählungen, Ausweidungen, Enthauptungen, ...), aber vor allem durch das ungewöhnlich hohe Tempo des Geschehens, den Puls des Zuschauers zu beschleunigen. Der Film ist äußerst spannend und wirkt, auch weil darin ausschließlich die Maya-Sprache gesprochen wird (mit Untertiteln), unglaublich au­then­tisch, sodass man ihn fast als historische Dokumentation wahrnimmt. Man sollte aber nicht den Fehler machen, den Film als geschichtsgetreues Abbild der Geschehnisse in der Maya-Zeit zu sehen.
Handlung: Ein Dorf wird brutal von einem herrschenden Stamm überfallen, der sich Sklaven und Menschenopfer verschaffen will. Ein junger Stammesangehöriger muss sich vor ritueller Opferung retten und seine Familie befreien. Ein Großteil des Films spielt im tiefen Dschungel, aber am Be­eindruckendsten sind die Szenen in einer großartigen Stadt der Maya.
   
Reise nach San Diego
 
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Der Weg nach San Diego
Der Waldarbeiter Tati Benitez lebt in Misiones, der abgelegenen Provinz im Norden Argentiniens und hat genügend Probleme mit seiner Arbeit und seiner schwangeren Ehefrau und ihren drei Kindern. Wie die meisten Argentinier ist er ein großer Fußballfan. Er hat sogar zwei Papageien, die ab und zu "Maradona" krächzen. Seine Freunde spotten, dass er nicht mit seiner Frau, sondern mit Maradona verheiratet ist. Da erreicht ihn die Nachricht, dass sein Idol Diego Maradona mit Herz­problemen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Darauf beschließt er, sich auf den weiten Weg nach Buenos Aires zu begeben, wo Maradona im argentinischen-schweizerischen Krankenhaus liegt. Er will seinem Idol eine von ihm gefundene Baumwurzel bringen, die seiner Meinung nach dem Fußballer sehr ähnlich sieht.
Der Film von Carlos Sorin entwickelt sich zu einem Roadmovie durch Argentinien. Der Weg nach San Diego ist eine einfacher, unspektakulär und doch sehr poetischer Film, weit entfernt von den üblichen Klicheés aus Hollywood. Ein Film, der gut fürs Herz ist.
   
Pinguine
 
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Die Reise der Pinguine
Mein Interesse an diesen an Land tollpatschigen, wie englische Butler im Frack aussehende Vögel ent­stand auf einer Reise nach Patagonien, wo ich mit einer kleinen Gruppe von Touristen auf die "Isla de los pinguinos" fuhr [] unweit von Puerto Deseado (Provinz Santa Cruz).
Diese Dokumentation des Franzosen Luc Jacquet war einer der größten Kinohits des Jahres 2005 und einer der finanziell erfolgreichsten Dokumentarfilme aller Zeiten. Der Film beeindruckt sehr mit seinen atem­be­rau­bend schönen Bildern aus dem Land des ewigen Eises. Inhaltlich wird in dem Film die be­schwerliche Lebenssituation der Kaiserpinguine in der Antarktis dokumentiert, insbesondere auf den langen Wanderungen zu ihren Brutstätten. Die Pinguine erhielten menschliche Stimmen und führen Dialoge, in denen sie Gefühle wie Liebe, Mut, Überlebenswillen oder Opferbereitschaft ausdrücken. Aber Achtung! Der Film ist trotzeme eine Dokumentation, keinesfalls ein verniedlichender Kinderfilm.