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Wachau, Wald- und Weinviertel: Reisehandbuch mit vielen praktischen Tipps
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Der Thronfolger: Ein Franz-Ferdinand-Roman
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Franz Ferdinand und
Sophie von Hohenberg:
Verbotene Liebe am Kaiserhof
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Er war mein Urgroßvater: Anita Hohenberg über Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand
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Reise durch die WACHAU - Ein Bildband mit 190 Bildern - STÜRTZ Verlag
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Wien 1914: Alltag am Rande des Abgrunds
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Waldviertel. Mit den grenznahen Gebieten Böhmens und Mährens. 55 Touren. Mit GPS-Daten
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Wachau. Österreich von innen Band 2
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REISEZIELE: LANDSCHAFTEN, ORTE, EVENTS

Schloss Artstetten

Schloss Artstetten liegt hoch über der Donau am Tor zur Wachau. Inmitten eines herrlichen, von Karoline Auguste von Bayern nach geo­mantischen Richtlinien angelegten Parks gelegen, bietet das Schloss eine märchenhafte Kulisse, um über schicksalhafte Jahre Österreichs und Europas nachzudenken. Denn Schloss Artstetten war die ehemalige Re­sidenz des 1914 in Sarajevo ermordeten österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Fer­di­nand von Habsburg.
Das architektonisch sehr ansprechende Schloss wurde 1263 erstmals urkundlich erwähnt. Bis ins 15. Jahrhundert war das Schloss im Besitz der Familie von Aerendorf. Nach vielen Besit­zer­wech­seln wurde es 1823 von Franz I., dem ersten Kaiser von Österreich, erworben.
1852 ging Artstetten in den Besitz von Erzherzog Franz Carl, (Vater des späteren Kaisers Franz Joseph I.) der es 1861 seinem dritten Sohn, Carl Ludwig, überschrieb. Dieser gestaltete das Haus innen wie außen großzügig um (u. a. ließ er ein Badezimmer installieren, welches im Rahmen der Dauerausstellung besichtigt werden kann), da er den Frühsommer und Sommer in Artstetten verbrachte.
1889 übergab Erzherzog Carl Ludwig Artstetten das Anwesen seinem ältesten Sohn, Franz Fer­dinand von Ös­terreich-Este. Wie die meisten Schlösser, die im Besitz des späteren Thron­fol­gers waren, wurde auch Artstetten nach seinen Vorstellungen umgebaut und zeigt sich seitdem so wie wir es heute kennen:  ein architektonisch reizvoller, quadratischer Mittelbau, von sieben charak­te­ristischen Türmen flankiert.
Gipsmodell des Schlosses (mit Umbauten 2013)
Nach dem tragischen Attentat von Sarajevo am 28. Juni 1914, bei dem Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin Sophie Chotek, Herzogin von Hohenberg bei ihrem Besuch in Sarajevo von einem serbischen Nationalisten ermordet wurden, wurden die Beiden in Schloss Artstetten begraben.
Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich im Jahr 1938 wurde Maximilian von Ho­henberg enteignet und mit seinem Bruder Fürst Ernst in das Konzentrationslager Dachau ein­ge­liefert, weil sie sich für die Selbstständigkeit Österreichs ausgesprochen hatten. Der Fa­mi­lien­besitz kam nach der Zeit des Nationalsozialismus zu­nächst an die Republik Österreich, die das Schloss erst 1949 an Maxi­mi­lian zurückgab, der es wiederum 1962 seinem Sohn Franz vererbte.
Ankunft Kaiserin Elisabeths in Triest
1977, nach dem frühen Tod von Herzog Franz, überschrieb dessen Witwe die Herrschaft Art­stet­ten ihrer ältesten Tochter, Anita Hohenberg. Um das aus Schloss, Forst- und Land­wirt­schaft bestehende "Ensemble Artstetten" als Ganzes zu bewahren, wurde Ende 2003 die Ani­ta-Ho­hen­berg-Stiftung gegründet.
Seit 1982 befindet sich im Schloss das Erzherzog-Franz-Ferdinand-Museum, das in der per­manenten Ausstellung "Thron oder Liebe" dem Besucher Einblick in das Leben des Thron­fol­gers und seiner Familie gewährt. Neben der Ausstellung "Thron oder Liebe" werden auch jähr­liche Son­der­aus­stellungen ver­an­stalte. Die Sonderausstellung 2014: "Regieren & Ver­lie­ren: Kaiser Karl - Eine He­raus­forderung zum Frieden".
Schloss Artstetten kann mit oder ohne Führung besichtigt werden. Es gibt auch Audio Guides. Gruppen müssen sich für eine Führung vorher anmelden. Führungen können auch am Abend oder im Winter durchgeführt werden. Nach der Besichtigung können Besucher im vornehmen Am­biente des Schlosscafés ihre Eindrücke aus der Geschichte Österreichs bei einem guten Kaffee und einer Mehlspeise auf sich wirken lassen. Bei schönem Wetter empfiehlt sich die Terrasse, von der man in klaren Tagen bis weit hin zum Ötscher blicken kann. Link zur Artstetten-Webseite: []