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Teutoburger Wald: Entlang des Hermannsweges
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Teutoburger Wald mit Egge- und Wiehengebirge. 50 Touren
Teutoburger Wald
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50 Touren
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Südlicher Teutoburger Wald - Eggegebirge - Oberwälder Land 1 : 50 000: Wanderkarte mit Kurzführer und Radwegen. GPS-genau
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Der Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge: Ein Reiseführer durch die Wander- und Gesundheitsregion zwischen Egge und Weser, Lipper Bergland und Teutoburger Wald
Der Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge
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Die Schlacht im Teutoburger Wald
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Die Varusschlacht: Der germanische Freiheitskrieg
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Klettern im Teutoburger Wald: Dörenther Klippen und Halleluja-Steinbruch
Klettern im
Teutoburger Wald
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Hikeline Fernwanderweg Hermannshöhen (Hermannsweg-Eggeweg) ca. 226 km: Unterwegs auf dem Hermannsweg und dem Eggeweg durch den Teutoburger Wald ins Sauerland, 1:35.000, wetterfest
Hikeline Fernwanderweg Hermannshöhen (Hermannsweg-Eggeweg)
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REISEZIELE: LANDSCHAFTEN, ORTE, SEHENSWÜRDIGKEITEN, EVENTS

Teutoburger Wald



Auf mehr als 100 Kilometer Länge erstreckt sich der Teutoburger Wald – ein Wald voller Ge­heimnisse – vom Tecklenburger Land im Nordwesten vorbei an Osnabrück und Bielefeld bis nach Horn-Bad Meinberg im Südosten. Hat hier tatsächlich Arminius (Hermann der Che­rus­ker) die Germanen zum Sieg gegen die Römer geführt? Und lag hier das Zentrum einer germanischen Hoch­kul­tur? Berühmt ist der Teutoburger Wald vor allem durch die Varusschlacht (auch: Schlacht im Teutoburger Wald oder Hermannsschlacht) zwischen Römern und Germanen im Jahr 9 n. Chr., eine der blutigsten Schlachten der Antike.
Die Hermannsschlacht
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Arminius, der ein hochrangiges Mitglied der römischen Armee und ein Vertrauter von Varus war, kannte die römische Kriegsführung genau und wusste, dass die Legionen auf offenem Feld nicht zu besiegen waren. Sie mussten in einen Hinterhalt gelockt werden. So streute er das Ge­rücht, dass abseits der geplanten Marschroute einige Germanen einen Aufstand planten. Varus fiel da­rauf herein und führte die römischen Soldaten auf einen Umweg durch un­weg­sa­mes Ge­län­de, dichte Wälder und morastige Sümpfe - und das bei strömenden Regen. An einer be­son­ders un­weg­samen Stelle griffen die germanischen Krieger die Römer an, um sich gleich wieder zu­rück­zu­ziehen. Wegen der Enge des Geländes konnten die Römer ihre übliche Kriegsformation nicht einnehmen und waren gezwungen, Mann gegen Mann gegen die Germanen kämpfen.
Mehr als 15.000 römische Legionäre starben im Kampf gegen die Germanen, in dem, was als erster belegter Guerillakrieg bezeichnet werden kann. In nur drei Tagen schlugen ger­ma­ni­sche Stämme unter ihrem Anführer Arminius (Hermann) die als un­be­siegbar geltenden rö­mi­schen Legionen. Die Schlacht veränderte die Geschichte Europas. Nie mehr würde Rom die ger­ma­ni­schen Völker rechts des Rheins unterwerfen können.
"Quintili Vare, legiones redde!" (Varus, gib mir meine Legionen wieder!), soll der greise Kaiser Augustus ausgerufen habe, als er von der Niederlage seiner Legionen im Teutoburger Wald erfuhr. Ob es diesen Ausruf tatsächlich gab, oder ob er nur eine Legende ist, wird wohl nie geklärt werden. Fest steht, dass Varus, der als Statthalter in Germanien die Truppe Roms be­feh­ligte, längst tot war. Er hatte sich ins Schwert gestürzt, als er die Aussichtslosigkeit seiner seines Heeres erkannt hatte.
Südwestlich von Detmold erinnert ein Denkmal an Arminius und an die Schlacht im Teut­obur­ger Wald. Dieses "Hermannsdenkmal" ist eine Kolossalstatue, die zwischen 1838 und 1875 nach Entwürfen von Ernst von Bandel erbaut und am 16. August 1875 eingeweiht wurde. Das Denkmal und seine Geschichte prägen seit fast 150 Jahren die ganze Region.
Mit einer Figurhöhe von 26,57 Metern und einer Gesamthöhe von 53,46 Metern ist es die höch­ste Statue Deutschlands und war von 1875 bis zur Erbauung der Frei­heits­statue 1886 die höchste Statue der westlichen Welt.
Der Architekt und Bildhauer von Bandel war be­ses­sen von der Idee eines Natio­nal­denk­mals und seine Idee wurde im damaligen Deutschland, das in viele Kleinstaaten zer­gliedert war, mit Begeisterung aufgenommen. 1838 wurde mit dem Bau begonnen. Irgendwann ging von Bandel das Geld aus. Für fast 30 Jahre stand nur der Sockel des Denkmals. 1871 wurde das Kaiserreich ausgerufen. Und weil die nationale Idee Symbole brauchte, flossen endlich die Gelder, um am Hermannsdenkmal weiterzubauen. Kaiser Wilhelm I. reiste 1875 persönlich zur Einweihung des Denkmals an.
Geheimnis Teutoburger Wald
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Seitdem gehört das Hermannsdenkmal zu den wichtigsten touristischen Anziehungspunkten der Region. Ebenso touristisch relevant und von Mythen und Geheimnissen umgeben ist das be­rühm­te Naturdenkmal der Externsteine. Mitten im Wald ragt unvermittelt diese gewaltige Felsformation empor. Die Externsteine sind eine beeindruckende Sandstein-Felsformation im Teutoburger Wald und eine der herausragendsten Natur­sehens­wür­digkeit Deutschlands. Innerhalb von Nordrhein-Westfalen im Kreis Lippe gelegen, gehören sie zu Horn-Bad Meinberg und sind einer parkartigen Anlage und vom Wiembecke-Teich umgeben.
Zahllose Geschichten und Mythen ranken sich um die fast 80 Millionen Jahre alte Sand­stein­gruppe. Die Felsen können über zwei in den Stein gearbeitete Treppen bestiegen wer­den.
Rätselhaft erscheinen die von Menschenhand geschaffenen Anlagen: Da gibt es eine in den Stein geschlagene Grotte; Treppen – diese gibt es spätestens seit 1663, wahrscheinlich schon län­ger – führen nach oben in eine Höhenkammer. Am Fuß der Externsteine finden sich die Nach­bildung eines Sarkophages und ein christliches Relief, welches Jesus Christus zeigt. Über ihr Alter und ihre ursprüngliche Bedeutung gibt es seit Jahrhunderten unterschiedliche Auffas­sung­en. Handelt es sich bei den Externsteinen um einen heidnischen frühgermanischen, keltischen oder römischen Kultplatz? Oder waren es die frühen Christen? Tatsache ist, dass die Frage der Nutzung der Anlagen noch immer ungelöst ist. Es gibt zwar zahlreiche christliche Zeug­nisse, aber das würde ebenso für eine vorchristliche Nutzung sprechen, weil die Kirche gewieft genug war, heidnische Stätten für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. So schrieb Papst Gregor I. im Jahr 601 n. Chr. an Augustinus von Canterbury und trug ihm auf, die heidnischen Tempel nicht zu zerstören, sondern zu bereinigen und in Kirchen umzuwandeln.
Die Interpretation, es handle sich um ein germanisches Heiligtum, erlebte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Höhepunkt, der sich in der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg erneut großer Popularität erfreute.
Im Dritten Reich bemühte man sich zwar, Nachweise für eine vorchristliche – also "ger­ma­ni­sche" – Nutzung zu finden, doch es gelang den Archäologen nicht, dies zu beweisen. Trotzdem galten die Externsteine als die nationale germanische Kultstätte schlechthin, ein altgermanisches Sonnenheiligtum. Nach 1945 werden diese Ansätze – dass es sich um eine vorchristliche Kult­stät­te handele – immer wieder aufgegriffen, wobei die Interpretationen von Sternwarte bis hin zu Kultplatz reichen. In der esoterischen Literatur finden sich teils fantastische Deutungen. Was dazu führt, dass die Externstein zur Sommersonnenwende immer zum Pilgerort für Hun­derte werdern, die sie als magischen Ort feiern.
Das monumentale spätromanische Relief der Kreuzabnahme bietet einen Schlüssel zum Ver­ständnis der Anlagen, die sehr wahrscheinlich den heiligen Stätten in Jerusalem nach­emp­fun­den wurden. Hinweise auf die Datierung geben eine Brandspur des 10. Jahrhunderts in der Kuppel­grot­te, die Inschrift über die Altarweihe von 1115 in der Hauptgrotte und das nach heutigen Überlegungen erst kurz nach 1200 entstandene Relief.
Seit 1926 stehen die Externsteine als unter Schutz. Das etwa 127 ha große "Natur­schutz­ge­biet Externsteine" wird vom Landesverband Lippe unterhalten. Die Felsen selbst stehen gleich­zeitig unter Kultur- und Naturdenkmal-Schutz. Insgesamt fast 10 km lange Wan­der­wege erschließen das aufgrund "einer Geologie und kulturhistorischen Bedeutung lan­desweit einmalige Gebiet".
Der 156 km lange Hermannsweg, der über den Kamm des Teutoburger Waldes verläuft, gilt als einer der schönsten Höhenwege Deutschlands und. Der Weg wurde im Jahr 1902, gut 25 Jahre nach der Fertigstellung des Hermannsdenkmals, eingerichtet.
 
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