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Fuchs und Gans - 1. Staffel (Heiter bis Tödlich) [4 DVDs]
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Fachwerkstraßen in Deutschland
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111 Orte auf der schwäbischen Alb die man gesehen haben muss
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Reutlingen Bad Urach: Wandern und Radfahren 1:35000
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Reutlinger und Uracher Alb: Deutsch - English - Francais
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Bad Urach im Wandel der Zeit
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Reisen, Erleben & Genießen - SCHWABEN - Ein Bildband mit über 240 Bildern
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Deutschlands Landschaften - ein Bildband mit beeindruckenden Natur- und Landschaftsfotografien, von der Lüneburger Heide bis zum Bodensee und vom ... Eine Reise zu unseren Naturparadiesen
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Vis-à-Vis Deutschland
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Wanderführer Schwäbische Alb: Die 40 schönsten Wandertouren vom Nördlinger Ries bis Schaffhausen, inkl. Wanderkarten und GPS-Daten zum Download
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REISEZIELE: LANDSCHAFTEN, ORTE, SEHENSWÜRDIGKEITEN, EVENTS

Bad Urach

Nicht selten ist es der Zufall, der uns zur Entdeckung eines schönen Ortes führt. War es bei Mon­real (Eifel) die Kriminalkomödie "Der Bulle und das Landei" mit Uwe Ochsenknecht in der Haupt­rol­le, so hat mich die Vorabendkrimiserie "Fuchs und Gans (Heiter bis tödlich)" auf das pitto­res­ke Bad Urach aufmerksam gemacht.
Guchs und Gans (Episode)
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Das baden-württembergische Fachwerkstädtchen Bad Urach liegt idyllisch im von be­wal­de­ten Felsen gesäumten Tal der Erms am Fuße der Schwäbischen Alb. Die Stadt ist staat­lich anerkannter Luftkurort und Heilbad. Bekannt ist sie auch wegen des Uracher Was­ser­falls und des alle zwei Jahre stattfindenden Schäferlaufs []. Bad Urach ist mit seiner ge­sam­ten Ge­mar­kung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.
Aussicht auf Bad Urach
Die Deutsche Fachwerkstraße führt mitten durch Bad Urach. Die 1990 ins Leben ge­ru­fe­ne Deutsche Fachwerkstraße erstreckt sich von der Elbmündung im Norden bis zum Bodensee im Süden. Sie führt zu Städten und Gemeinden mit bemerkenswerten Fachwerkbauten. Sie berührt die Bundesländer Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Würt­tem­berg. Die gesamte Streckenlänge beträgt knapp 3000 Kilometer. Für Details siehe [].
Das Rathaus
Rund um den historischen Marktplatz gruppieren sich schmucke Fachwerkhäuser. Das würde­vol­le Rathaus aus dem 15. Jahrhundert übertrifft alle anderen Fachwerkhäuser an Größe und ist das Schmuckstück des Platzes.

Während der alemannischen Zeit im Frühmittelalter war Urach eine wichtige Burg. Burg Ho­hen­urach wurde um 1025 gebaut, und im Mittelalter wurde Urach zu einem wichtigen Macht­zen­trum. 1694 wurden Teile der Burg durch einen Blitzschlag in den Pulverturm des großen Zwin­gers zer­stört. Die Burg verlor an militärischen Wert und fand bald nur noch als Gefängnis Ver­wen­dung. 1761 gab man die Festung schließlich auf.
1265 wurde Urach an Graf Ulrich von Württemberg verkauft. Etwa 100 Jahre später, zur Zeit, als Württemberg geteilt war, wurde Urach Landeshaupt- und Residenzstadt der südlichen Landeshälfte und erlebte seine Glanzzeit. Urach wurde die "heimliche Hauptstadt" genannt und war von 1442 bis 1482 Residenzsitz des Grafen der Uracher Linie.
Der Marktbrunnen
Graf Eberhard im Bart (1445-1496) kam in Urach auf die Welt. Er war ab 1459 als Eberhard V. Graf von Württemberg-Urach und ab 1482 auch von Württemberg-Stuttgart sowie seit 1495 als Eberhard I. der erste Herzog von Württemberg und Teck.

Der Marktbrunnen auf dem "Kleinen Markt" gilt als eine Meisterleistung spät­go­tischer Bild­hauer­kunst. Graf Eberhard V. von Württemberg schenkte diesen Brunnen seiner Heimatstadt nach seiner Ernennung zum Herzog im Jahr 1495. Wie schon im Mittelalter bezieht der Brunnen sein Wasser heute noch aus der Eckisquelle. Unter den figürlichen Dar­stel­lun­gen ist der Heilige Christophorus nicht zu übersehen, aber auch der einst mit dem Bau beauf­trag­te gräf­li­che Ober­werk­meister Peter von Koblenz hat sich mit einem Selbstbildnis verewigt.
Abends nach dem Wochenmarkt
Hoch über der Stadt thront auf dem Schlossberg (692 Meter) die Burg Hohenurach. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert erbaut, ging 1260 in den Besitz der Württemberger über, war im 16. Jahrhundert Gefängnis für gegen die Reformation gewandte Äbte und im Dreißigjährigen Krieg von den Schweden besetzt.
Das Residenzschloss
Schloss Urach ist das einzig erhaltene Residenzschloss aus der Glanzzeit des Herzogtums Württemberg im späten Mittelalter. Schon allein sein "Goldener Saal" ist einen Besuch wert. Es handelt sich um einen der schönsten Festsäle der Renaissance in Deutschland. Im Schloss be­findet sich die weltgrößte Sammlung von Prunkschlitten des 17. bis 19. Jahrhunderts. Reich ge­schnitzt und in verblüffender Gestalt waren das Fahrzeuge für den Winterspaß des Herzogshofes. Im Residenzschloss wurde der bereits erwähnte Graf Eberhard V. geboren.
Im Schloss Urach werden übrigens neben "normalen" Schlossführungen auch eine Reihe von Kos­tüm­füh­run­gen angeboten, bei denen auf gut schwäbisch eine Vorstellung davon ver­mittelt wird, wie sich der Alltag hinter den Kulissen dieses Schlosses früher abspielte. Siehe dazu [].
Graf Eberhard im Barte machte Urach zur Landeshauptstadt von Süd­würt­temberg und prägte in erheblichem Maße die Geschichte und das Erscheinungsbild der Stadt. So be­auf­tragte er 1470-1475 seinen Bau­meis­ter Peter von Koblenz, die spät­go­ti­sche Stifts­kirche St. Amandus zu bauen. Die Fertig­stel­lung der Kir­che erfolgte erst um 1500, nach dem Tod des "Grafen im Barte". Peter von Kob­lenz er­leb­te sie selbst knapp auch nicht mehr, wurde aber 1501 dort begraben. Im selben Jahr vollendete sein Nachfolger Marx Welling die Kir­che mit der westlichsten Seitenkapelle des Süd­schiffs. Die Amanduskirche in Bad Urach ist ei­ne der be­deutendsten spätgotischen Kir­chen mit Netz-und Sterngewölbe in Schwaben.
Nach Einführung der Reformation wurde Urach bald Sitz eines württembergischen Dekanats.
1896 bis 1901 wurde der Turm der Kirche er­höht. An der Nordseite der Amanduskirche be­fin­det sich der Mönchshof, ursprünglich Chor­her­ren­stift. In der Kirche St. Amandus finden sich bedeutende Ausstattungsstücke des sog. "Uracher Meisterkreises", wie der aus purem Eichenholz geschnitzte spätgotische Betstuhl und der Taufstein, ein weiteres Meisterwerk der schwäbischen Spätgotik. Siehe auch [].
Stiftkirche St. Amandus - Chorgestühl
Das Chorgestühl stammt aus der Zeit der "Brüder des gemeinsamen Lebens", eine christ­liche Gemeinschaft, die ihren Ursprung im Jahr 1350 in den Niederlanden hatte. Es diente der Ge­meinschaft für ihre Stundengebete. Zwischen den einzelnen Plätzen kann man die Büsten der Brüder erkennen. Sie sind alle mit einer kleinen Mütze versehen. Diese trugen die Brüder im­mer, wenn sie das Stift verließen. Deshalb nannten die Uracher sie auch gerne liebe­voll "Kap­pen­brüder". Zu den Kappen gehörte auch ein blauer Mantel, der nur in der Öf­fent­lichkeit ge­tra­gen wurde. Deshalb waren sie im ganzen Land auch unter dem Namen "Blaue Brüder" bekannt.
Beginenhaus
Als Beginen wurden ab dem 13. Jahrhundert die Angehörigen einer Gemeinschaft christlich an­däch­tiger Frauen ohne Klostergelübde bezeichnet. Sie waren eine laienreligiöse Gemeinschaft, die keinem Orden angehörte und kein Klosterleben führte. Sie lehnten starre kirchliche Regeln ab und suchten ein persönliches Verhältnis zu Gott. Es war eine neue Form des religiösen Zu­sam­menlebens. Zu ihren Grundregeln gehörten u.a. das Leben in Bescheidenheit, das Gelöbnis der Keuschheit und die Bestimmung, sich durch die Arbeit der eigenen Hände ernähren zu können. Jede Gruppe bestimmte selbst die Regeln des Zusammenlebens, ein eigenes Pri­vat­le­ben war durch­aus möglich. Zu Beginn der Frühen Neuzeit wurden diese Glau­bens­ge­mein­schaf­ten, sofern sie noch bestanden, kirchlich integriert oder schlossen sich der Reformation an.

Bad Urach hat eine weit ins 19. Jahrhundert hineinreichende Tradition als Urlaubsort und Aus­flugs­ziel und führt die Prädikate Luftkurort und Heilbad. Die erfolgreiche Bohrung nach Mi­ne­ral­ther­mal­was­ser und dessen Erschließung führte 1983 zur Anerkennung als Heilbad, was einen Boom in der touristischen Erschließung auslöste.
Bad Urach aus der Luft
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Bad Urach besticht zwar durch seine noch überall sichtbare Geschichte, man darf aber nicht au­ßer Acht lassen, dass die Wälder, Schluchten und Berge der Umgebung (Biosphärenreservat Schwäbische Alb) aus der Stadt auch einen idealen Urlaubsort machen. Wanderwege mit einer Länge von ins­gesamt 210 Kilometern führen zu beeindruckenden Aussichtspunkten.
Die fünf Premiumwanderwege der Grafensteige [] führen Sie zu den Naturschönheiten: Wasserfallsteig, Hohenurachsteig, Hochbergsteig, Hohenwittlingensteig und Seeburgsteig heißen die fünf Grafensteige und jeder der Rundwanderwege trägt bereits einen der Höhepunkte im Namen. Allen gemeinsam ist der sportliche Anspruch, denn einmal geht es auf jeden Fall auf die Albhochfläche hinauf.
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