Erlebnisse an der Grenze
im Harz: Ein Zollbeamter erinnert sich
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Wernigerode:
Ein Führer durch die
bunte Stadt im Harz
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Wernigerode 1949 bis 1989
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Wernigerode
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Wernigerode: Impressionen aus der bunten Stadt
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Harz: 35 Wanderungen.
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Wernigerode im Harz
Ob Goethe, Melanchthon, Raabe oder Fontane, alle waren sie in Wernigerode und erkannten deren Schönheit. Wernigerode ist eine Stadt im Harz (Sachsen-Anhalt). Nach Hermann Löns wird sie auch als die bunte Stadt am Harz bezeichnet. Die Stadt liegt am Fuße des sagenumwobenen Brockens, malerisch eingebettet in die Harzlandschaft.

Hoch (etwa 170 Meter) über der Stadt thront majestätisch
das Schloss Wernigerode. Diese Gegebenheit verschafft dem
Besucher des ehemaligen Fürstensitzes einen einmaligen
Blick über die angrenzende Mittelgebirgslandschaft
des Harzes bis hin (bei klarem Wetter) zum
Brocken. Es ist
gerade diese Nähe, dieses Hineingewachsensein in die Hügel,
das einen der besonderen Reize Wernigerodes ausmacht.
Das Schloss-Ensemble, wie es heute zu sehen ist, ist eine Mischung aus romantischer Ritterburg, Fachwerkrenaissance, norddeutschem Versailles und früher französischer Gotik. Bis 1929 war das Schloss der Wohnsitz der Grafen zu Stolberg-Wernigerode, heute ist es ein Museum insbesondere für Kunst- und Kulturgeschichte des 19. Jahrhunderts.

Das
Rathaus zeugt noch heute vom Selbstbewusstsein des Wernigeroder
Bürgertums. Dieses Gebäude, welches das Kennzeichen der
Stadt ist und das Aussehen des Marktplatzes bestimmt, ist mit seiner spitzbogigen
gotischen Eingangstür, dem breiten niederdeutschen Giebel und
den zwei schlanken Fachwerk-Türmen ein elegantes städtisches
Aushängeschild des Bürgertums. Sein heutiges Aussehen erhielt
das Rathaus nach einem Brand (1521) und einem weiteren Umbau
in den Jahren 1539 bis 1544. Besonders bemerkenswert sind die geschnitzten
Figuren, mit denen die Geschoss- und Dachüberstände
verziert sind. Es ist zweifelsohne eines der schönsten Rathäuser
Europas.
Die 35.000-Einwohner-Stadt Wernigerode ist eine der schönsten Fachwerkstädte des Harzes. Nur um einige Gebäude zu nennen: Das kleinste Haus der Stadt (heute ein Museum), das schiefe Haus, ein Fachwerkhaus das sich im Laufe der Jahrhunderte wegen Unterspülung durch den unterirdischen Mühlgraben auf einer Seite abgesenkt hat; das Krummelsche Haus (heute ein Gasthaus) ist
ebenfalls ein Fachwerkhaus, dessen Gebälk mit vielen Schnitzereien verziert ist; die Alte Münze (heute Sitz der Harzbücherei und des Stadtarchivs) ist eines der wenigen noch erhaltenen Fachwerkhäuser mit einem steinernen Erdgeschoss aus dem 16. Jahrhundert.
Wernigerode ist auf eine erstaunliche Art unbeschadet
über die Zeit gekommen. Trotz zahlreicher Brände,
Kriege und Vernachlässigung. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs machte
sich Oberst Gustav Petri besonders

um
die Stadt verdient. Um zu verhindern, dass Wernigerode
von den Amerikanern zerstört werde, weigerte er sich, die Stadt bis
zum bitteren Ende zu verteidigen. Das kostete ihm das Leben.
Er wurde von den Nazis hingerichtet.
Nach der Wiedervereinigung waren die Gelder für die Zonenrandförderung (Westharz) versiegt, während der Ostharz hohe Subventionen für die Sanierung erhielt. Das ist im Stadtbild der Stadte leicht zu sehen.
Wernigerode – wie es auch bei den anderen Städten des Ostharzesder Fall ist – glänzt heute so schön wie Omas frisch poliertes Silberbesteck.
Der Glanz vergangener Zeiten ist in Wernigerode noch gut erhalten (und saniert) worden. Die Moderne mit ihren architektonischen Fremdkörpern hat noch nicht Einzug gehalten.

Was
weitere Sehenswürdigkeiten und Kultur betrifft,
so gibt es in Wernigerode das "
Harzer Kultur-
und Kongresszentrum“, welches mit einem großen
Saal und mehreren Konferenzräumen Veranstaltungrn
aller Art ermöglicht. Die "
Remise“ des Kunst-
und Kulturvereins Wernigerode wird für Konzerte und sonstige
Aufführungen genutzt.
Im Wildpark Christianental unterhalb des Schlosses gibt es einheimische, teils seltene Wildtiere wie den Luchs. Seit 2005 gibt es auch den "Hasseröder Ferienpark“, ein kommerzielles Ausflugs- und Urlaubsziel mit Saunalandschaften, Wellness- und weiteren Freizeitangeboten.
Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der sogenannte Planetenweg, eine besondere Art eines Wanderwegs, bei dem entlang der Strecke ein maßstabsgerecht verkleinertes Modell des Sonnensystems gezeigt wird.